Die wichtigsten Verhaltensregeln für Deinen Wettkampf

Unter Läufern gibt es ein paar unausgesprochene aber auch ein paar festgelegt und zum Teil durch das Regelwerk vom Deutschen Leichtathletik Verband (DLV) reglementierte Verhaltensregeln, die Du auf jeden Fall vor Deinem ersten Wettkampf kennen und beherzigen solltest. Die wichtigsten haben wir Dir hier die wichtigsten Verhaltensregeln im Wettkampf zusammengefasst:

 

Plane genügend Zeit ein

Bevor Du Dich am Tag Deines Wettkampfes unnötig stressen musst, plane im Vorfeld genügend Zeit ein. Bedenke, dass Du eventuell vorher noch nicht am Wettkampfort warst und die Wege Dir nicht geläufig sind. Möglicherweise musst Du vor dem Start Deine Kleidung abgeben, sicherlich musst Du nochmal auf die Toilette oder Du möchtest Dich vor dem Start noch ausreichend aufwärmen. Je nach Größe der Veranstaltung solltest Du hier genügend Zeit einplanen. Sicherlich benötigst Du bei einem kleinen Dorflauf weniger Zeit vor dem Start als Puffer als bei einem großen City-Marathon. Unnötigen Stress solltest Du hier bestmöglichst vermeiden.

 

Richtiger Startblock

Ordne Dich zu Beginn Deines Wettkampfes auf jeden Fall entsprechend Deiner geplanten Zielzeit in Deinem Startblock ein. Heutzutage wird bei den meisten Veranstaltungen Deine Zeit mittels sogenannten Zeitmess-Chip erfasst. Deine Startzeit wird entsprechend erst dann genommen, sobald Du die Startinie überquerst und wird gestoppt wenn Du die Ziellinie überquerst. Es bringt Dir entsprechend keinen Vorteil, wenn Du Dich  möglichst weit vorne einordnest. Im schlimmsten Fall behinderst Du dann schnellere Läufer. Fairness geht auch beim Laufen immer vor!

 

Musik hören

Während Wettkämpfen solltest Du keine Musik hören. Dies legt auch das Regelwerk vom DLV fest (Regel 144 der Internationalen Wettkampfregeln). Das hören von Musik behindert deine akustische Wahrnehmung der Umgebung. Auch bei Wettkämpfen kann es sein, dass ein Krankenwagen die gesperrten Straßen kreuzen oder entlangfahren muss, um einen verletzten Läufer zu helfen. Hast Du Musik in Deinen Ohren kannst Du äußere Einflüsse (Warnrufe von anderen Läufern, Führungsfahrrad etc.) nicht wahrnehmen. Bei Wettkämpfen sollte man sich nicht durch Musik ablenken/motivieren, sondern zum Selbstschutz und auch zum Schutz der Mitläufer darauf verzichten und die volle Aufmerksamkeit auf das Geschehen richten. Wir empfehlen Dir die Stimmung entlang der Strecke bestmöglich aufzusaugen und im Wettkampf auf die eigene Musik zu verzichten.

 

Verpflegung

Teste im Vorfeld an den Wettkampf die Verpflegung die Du auch im Wettkampf nutzen möchtest. Bei großen Veranstaltungen gibt es oft Partner, welche die Verpflegung (z.B. Gels oder Riegel) zur Verfügung stellen. Solltest Du dieses Angebot nutzen wollen, dann probiere im Vorfeld ob Du die Verpflegung verträgst. Eine Eigenverpflegung wird i.d.R. nur für ambitionierte Läufer mit einer schnellen Zielzeit (z.B. beim Mainova Frankfurt Marathon: Männer Marathon unter 2:45h, Frauen unter 3:00h) angeboten.

 

Rücksicht an der Verpflegungsstellen

Mache Dich im Vorfeld schlau, wann und zu welchen Kilometerpunkten bei Deinem Wettkampf Verpflegungsstellen angeboten werden. Bestmöglich weißt Du sogar, auf welcher Straßenseite die Verpflegungsstation kommt.

In den Verpflegungszonen gilt es dann Rücksicht auf die anderen Läufer zu nehmen. Läufst Du an einer Verpflegungsstation vorbei und möchtest das Angebot nicht in Anspruch nehmen, dann mach das in jedem Fall außen und nicht auf der Seite auf der die Tische stehen. Bleibe auch nicht plötzlich stehen um das Wasser am ersten Tisch zu greifen, die Verpflegungsstationen sind meist groß und jeder bekommt etwas.

 

Das Ziel ist hinter der Ziellinie

Wichtig ist, dass Du nicht direkt auf der Ziellinie oder noch vor der Ziellinie Deinen Lauf beendest und somit Läufer, die evtentuell direkt hinter Dir laufen behinderst. Laufe ein paar Schritte weiter und komme dann zu stehen.

 

Überholen oder Richtungswechsel: zeige Deinen Weg an

Du möchtest langsamere Läufer überholen? Vor dir ist eine Behinderung auf dem Weg? Dann zeige Deinen Laufweg durch ein kurzes Handzeichen an. So sind auch Läufer, die hinter dir laufen auf Deine möglicherweise überraschende Aktion vorbereitet. Deine Mitläufer werden es Dir danken, erst recht wenn spätestens ab KM36 die Aufmerksamkeit nachlässt.

 

Bleibe niemals auf der Strecke stehen

Möglicherweise kommst Du irgendwann im Rennen an den Punkt, dass Du nicht mehr weiterlaufen kannst. Vielleicht aus Erschöpfung, vielleicht aufgrund einer Verletzung oder aus anderen Gründen. Bleibe nach Möglichkeit nicht einfach und unerwartet auf der Strecke stehen. Laufe an den Rand und beende oder unterbreche dort Deinen Lauf. Auch wenn Du ab dem Zeitpunkt den Rest der Strecke gehen musst, dann mache dies am Straßenrand. Hier behinderst Du die anderen Läufer nicht.

 

Begleitung (Rad, Mitläufer etc.)

Während Wettkämpfen sind Begleitungen, sei es auf dem Rad oder mitlaufende Freunde, die nicht offiziell am Wettkampf teilnehmen, verboten. Auch dies wird in den Internationalen Wettkampfregeln (Regel 144) reglementiert.

 

Wenn Du diese Verhaltensregeln beherzigst, dann steht Deinem stressfreien Wettkampf nichts mehr im Wege.

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  • ÜBER DIE AUTORIN

    Christina Dörr Christina hat, bevor sie zu motion events kam, einen Bachelor in Sportwissenschaften und einen Master in Sportmanagement absolviert. Christina ist leidenschaftliche Läuferin und seit vielen Jahren treu dem Frankfurt Marathon verbunden. Christina ist Initiatorin des Blogs #runtheskyline

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