Tempotraining: Fahrtspiel

Das Fahrtspiel, usprünglich Fartlek, kommt aus dem Schwedischen und bedeutet übersetzt “Spiel mit der Geschwindigkeit” (“fart” = Geschwindigkeit, “lek” = Spiel). Entwickelt wurde diese Trainingsmethode von dem schwedischen Trainer Gösta Holmér. Das Fahrtspiel stellt eine der ältesten Tempotrainingsmethoden dar und geht auf das Ende der 1930er Jahre zurück.

 

Was ist das Fahrtspiel?

 

Im Gegensatz zum klassichen Intervalltraining wird beim Fahrtspiel auf eine starr vogegebene Struktur verzichtet. Ursprünglich wird das Fahrtspiel auf unterschiedlichen Gelände durchgeführt, dies ist einer der Gründe warum diese Trainingsmethode auch hervorragend im Winter oder im Wald/Feld auf einer nicht vermessenen Strecke durchgeführt werden kann. Die Trainingseinheit wird im Vorfeld nicht haargenau geplant. Vielmehr bestimmen die Tagesform und die Motivation die Trainingsgestaltung, es gibt entsprechend keine genauen Kilometer oder Zeit-Angaben. Der Vorteil ist vor allem im Wintertraining, dass man ununterbrochen in Bewegung ist, denn auf auskühlende Pausen verzichtet man. Vielmehr wird das Tempo nach Lust und Laune abgewechselt, die langsamste Geschwindigkeit stellt hierbei der langsame Dauerlauf oder mal ein paar Schritte Traben dar.

 

Wie wird das Fahrtspiel durchgeführt?

 

Nach einer Aufwärmphase von 10-15 Minuten wird das Fahrtspiel durchgeführt. Die Intensität und Länge der Abschnitte bestimmt der Läufer. Von langsamen Dauerlauf, über Passagen im Renntempo oder kurzen Sprints ist jede Geschwindigkeit dabei. Da man auf genaue Zeit- oder Kilometerangaben verzichtet, empfiehlt es sich, sich während des Laufens Marken zu setzen bis zu denen das Tempo durchgezogen werden soll, z.B. bis zur nächsten Kreuzung, bis zur nächsten Bank, über den Berg hinaus. Insgesamt sollte die Trainingseinheit 40-90 Minuten dauern. Wobei neben dem Aufwärmen auch 10 Minuten Auslaufen eingerechnet werden sollten.

Diese Trainingsmethode erfordert keine vermessene Strecke oder einen Sportplatz und kann somit auf jeder Laufstrecke durchgeführt werden. Unterschiedliches Bodenterrain trainiert zusätzlich die Sehnen und Bänder des Bewegungsapparates und stärkt somit die Laufökonomie. Auch bei Schnee kann das Fahrtspiel durchgeführt werden.

 

Fazit

 

Das Fahrtspiel folgt dem Vorsatz: Brich das Denken auf ein Sklave deiner Laufuhr zu sein. Beim Fahrtspiel kannst Du entsprechned deine Laufuhr auch mal zu Hause lassen. Die Kontrolle der Herzfrequenz oder der Zeit liegen hier im Hintergrund. Es geht um Spaß und Freude am Spiel mit der Geschwindigkeit.

 

  • ÜBER DIE AUTORIN

    Christina Dörr Christina hat, bevor sie zu motion events kam, einen Bachelor in Sportwissenschaften und einen Master in Sportmanagement absolviert. Christina ist leidenschaftliche Läuferin und seit vielen Jahren treu dem Frankfurt Marathon verbunden. Christina ist Initiatorin des Blogs #runtheskyline

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