Mein emotionalster Moment ist der Start

Ein Bericht von Hendrik Seifert

Ich bin Hendrik Seifert, 41 Jahre alt, Ehemann und 3-facher Familienvater (14, 11, 5). Außerdem bin ich geschäftsführender Gesellschafter einer Agentur für Online Marketing.
In meiner Jugend war ich viele Jahre begeisterter, leistungsorientierter Tennisspieler.
In meinem Studium, in den ersten Jahren meines Berufslebens, sowie in der Gründungsphase unserer Internet Agentur vernachlässigte ich den Sport und wog mit meinen 180cm bis zu 97kg.
Mein Schwiegervater animierte mich in 2007 zur Teilnahme an einem Sprinttriathlon in Flieden (500m Schwimmen, 24.5km Rad, 5.7 km Laufen). Hier habe ich kläglich gegen ihn verloren und war mit einer Zeit von 1 Std. 50 Minuten unfassbar langsam war.

 

Mein wake-up call!

 

Ich begann regelmäßig zu laufen und verbesserte mich im Jahr 2008 auf 1 Std. 29 Minuten. Diese Leistungssteigerung motivierte mich enorm und ich nahm mir vor  einen olympischen Triathlon zu absolvieren.
Ich lernte das Kraulen und übte so lange, bis ich 1.5km durchkraulen konnte. Der Weg dahin war geprägt von demütigen Situationen, in denen ich nicht wirklich schneller schwamm, als fortgeschrittene senioritäre Brustschwimmerinnen, die ich beim Seitenblick unter Wasser neben mir auf gleicher Höhe schwimmen sah. Aber ich blieb dran und trainierte unbeirrt weiter.

 

Mit dem Fahrrad zur Arbeit

 

Mein Zeitfenster als Geschäftsführer und Familienvater ist klein und es schien zu wenig Zeit zu bleiben für das Training. Ich entdeckte, dass mein Weg zur Arbeit (21km) mit dem Fahrrad nicht wirklich sehr viel weniger Zeit in Anspruch nahm als mit dem Auto. So benötigte ich schon bald nur noch etwas mehr als 40 Minuten mit dem Fahrrad. Mit dem Auto waren es 20 Minuten. Somit fuhr ich zur Arbeit morgens 21km hin und abends 21 km zurück. Dies bescherte mir einen gewaltigen Leistungssprung für meine sportliche Leistungsfähigkeit und verhalf mir zur deutlich Gewichtsreduktion.
Die Laufeinheiten legte ich mir auf den Abend – nach 20 Uhr. Ich verzichtete auf sinnlose Stunden vor dem Fernseher und ging stattdessen Laufen. Dies bescherte mir in den folgenden Monaten eine ungemeine Steigerung meiner Lebensqualität. Es ist befreiend bis in die Dunkelheit in den Abend und die Nacht hineinzulaufen. In einem semi-meditativen Zustand und teilweise einfach an nichts zu denken. Dies ist der ideale Ausgleich zum täglichen Arbeitsstress und dem Kopfkino und der Gedankenflut, die uns täglich geißelt.

Mein nächstes Ziel: Teilnahme am Rodgau Triathlon. Ich absolvierte den Rodgau Triathlon in 2 Stunden und 58 Minuten. Ein Jahr später verbesserte ich die Leistung sogar auf 2 Std. 48 Minuten.

 

Nun führt der Weg zum Marathon

 

Im Hinterkopf hatte ich damals immer schon mal einen Marathon zu laufen – eigentlich als Grundlage für höhere Ziele im Triathlon. Vielleicht für eine Halbdistanz? Oder gar keinen Ironman?
Im Winter 2014/2015 disziplinierte ich mich in besonderem Maße 3-4 Mal pro Woche abends nach der Abend in der Dunkelheit zu laufen. Einfach durch die beleuchteten Straßen meines Heimat-Ortes Flieden bei Fulda. Das schuf mir eine sehr gute Grundlage für den Sommer 2015. Im Juni 2015 entdeckte ich in meinem Regal das große Laufbuch von Herbert Steffny, welches mir mal Mitarbeiter zu Geburtstag geschenkt hatten, als ich gerade mein Triathlontraining intensivierte.
Besonders fielen mir die Trainingspläne im hinteren Bereich des Buches auf.

 

Die Machermentalität zahlt sich beim Training aus

 

Ich bin erfolgreicher Unternehmer geworden, da ich eine Machermentalität habe. Ich mach einfach und probiere aus. Trial and Error. So stieg ich ohne groß drüber nachzudenken in den Marathonplan ein mit Zielzeit 3h45Minuten.
Insgesamt ist das ein 10 Wochen Plan bis zum Marathon. Nach 3 Wochen merkte ich, wie gut es funktionierte – insbesondere die Intervalleinheiten mit den Tempovariationen. Gerade diese waren es, die mich wirklich spürbar schneller und leistungsfähiger werden ließen. Somit zog ich den Plan voll durch.

 

Die Qualen des ersten Longruns

 

Den ersten 30km Lauf musste ich laufen, als wir im Norden des Gardasees mit der Familie im Sommerurlaub waren. Lauft mal 30km am Gardasee. Wo gibt’s denn da eine ebene Fläche? Ich konnte ja nicht 30km durch die Berge laufen. Da wäre ich gestorben. Also fuhr ich runter nach Riva – spät abends nach dem Abendessen mit den Kindern und meiner Frau. Es gab Spaghetti Carbonara. Die schmeckte irgendwie komisch. Zum Lauf kam ich als es schon dunkel wurde. Es war eine einzige Katastrophe. Es war unheimlich schwül, meine Beine waren schwer von den Tempoläufen und Trainingseinheiten der Vortage. Ich lief durch Riva, Torbole Richtung Malcesine. Doch bei 8km kehrte ich um – Bei 13km musste ich stoppen. Ich war einfach nur platt – es ging nichts und ich setze mich frustriert an den Uferrand des Gardasees. Erstmal weichte die Euphorie der Skepsis und ich zweifelte ernsthaft, ob ich den Marathon jemals schaffen würde.

 

Nur nicht aufgeben – Longrun Nr. 2

 

In den darauffolgenden Tagen absolvierte ich die moderateren Trainingseinheiten ganz locker aber die Enttäuschung saß tief über den misslungenen 30km Lauf. Wieder zuhause in Deutschland stand der nächste 30km Lauf auf dem Plan. Es regnete leicht aber ich fühlte mich stark wegen des angenehmeren Klimas. Ich startete meinen Lauf erst gegen 21 Uhr. Mein Nachbar begrüßte mich und fragte mich: „Na, noch ein Ründchen Laufen?“. Ich entgegnete ihm: „Naja, ein Ründchen ist gut, es werden heute so etwa 30 Kilometer werden“. Ihr hättet sein Gesicht sehen sollen. Er hielt das für einen Scherz aber schaute mich lange an. Und ich erklärte ihm, dass ich in einer Marathonvorbereitung stecke. Er rechnete mir vor, dass ich doch dann erst wohl gegen Mitternacht zurückkehren würde. Ich bestätigte und zuckte mit den Schultern. „Dann ist das wohl so – andere schauen bis 24 Uhr Fernsehen“.

Ich konnte nicht so viel Getränke mit mir tragen wie ich für 30km benötigen würde, also lief ich eine Acht. Das heißt erst eine 10km Schleife, nach welcher ich wieder zuhause vorbeikommen würde, um Getränke aufzunehmen in meinen Getränkegürtel und dann wieder eine 10km Schleife. Auf diese Weise konnte ich mich selber optimal versorgen.

Ich war unheimlich stark und vital. Die Beine waren leicht wie nie zuvor und ich lief wie Forrest Gump und lief und lief und schaffte die 30km locker. Dies war erstmals der Moment, in dem ich wirklich daran glaubte, die 42km schaffen zu können.
Am kommenden Tag erst begann ich darüber nachzudenken, dass ich ja vielleicht auch mal einen Marathon melden müsste, wenn der Trainingsplan enden würde. Ich hatte damals bereits Frankfurt auf dem Radar. Allerdings endete mein Plan Ende September 2015. Somit hätte ich meinen Leistungsstand 4 Wochen hochhalten müssen. Somit entschied ich mich damals in Karlsruhe zu laufen. Ein sehr kleiner Marathon. Nun hatte ich nicht nur ein Trainingsziel, sondern einen konkreten Wettkampf vor Augen.

 

Der erste Marathon

 

Natürlich beschloss ich, in Karlsruhe zu übernachten und buchte mir ein Zimmer im Ibis Hotel. Viele Fragen kamen auf. Sollte ich mir selber Getränkeflaschen an den Verpflegungsstationen positionieren? Würde ich diese einfach finden und wie könnte ich diese kenntlich machen? Was soll ich den Abend zuvor essen? Und wann sollte ich am Morgen des Marathons aufstehen und essen? Wieviel sollte ich trinken am Morgen zuvor? Wo würde ich meine Klamotten deponieren? Und: es war bewölkt – nur etwa 15-18 Grad warm. Sollte ich lange Sachen tragen zu Lauf? Zum Glück tauschte ich mich mit erfahrenen Läufern aus, die mir dringend dazu rieten eher weniger zu tragen – keinesfalls lange Sachen und sie behielten recht. Es war warm genug während des Laufes und ich tat gut daran, kurzes Laufshirt und -hose zu tragen.
Psychologisch wollte ich nicht darauf verzichten, meinen Getränkegürtel zu tragen, in welchem ich Kohlehydratgetränke mit mir führte. Zudem deponierte ich etwa acht selbst abgefüllte Trinkflaschen an den Versorgungsstationen bzw. ließ diese dort positionieren. So kannte ich es. Ich war es gewohnt meine Kohlehydratgetränke zu mir zu nehmen. Ich befestigte pinke Strohhalme an den Getränkeflaschen, damit ich sie auch auf jeden Fall sofort erkennen würde. Das war schon irgendwie peinlich beim Abgeben der Flaschen.

 

Eine schlaflose Nacht und Aufregung pur

 

Die Nacht vor dem Lauf schlief ich nicht besonders gut. Die hatten mir im Ibis Hotel ein Raucherzimmer gegeben – ich hätte kotzen können. Der Geruch hing mir die ganze Nacht in meiner Nase. Ich wachte mehrfach in der Nacht auf und drehte mich um. Richtig ausgeschlafen war ich nicht am nächsten Morgen. Ich frühstückte Bircher Müsli. Mein absolutes Läufer-Lieblingsfrühstück. Meiner Meinung nach gibt es kein besseres und substanzhaltigeres Frühstück für einen Sportler.
Auf dem Weg zum Start in Karlsruhe traf ich einen 74jährigen Italiener, der schon unzählige Marathons gelaufen ist und eine unheimliche Ruhe ausstrahlte. Ich war das Nervenbündel pur 1 Std. vor dem Start und dachte dauernd hektisch darüber nach, ob ich auch nichts vergessen habe.

 

„Mein emotionalster Moment war der Start“

 

Wenn man seinen ersten Marathon läuft, dann findet man viel in den Berichterstattungen darüber, wie geil und ergreifend es ist, wenn man ins Ziel läuft. Ganz ehrlich, mein emotionalster Moment war der Start. Da stand ich neben unzähligen anderen Läufern, die nervös immer wieder das Standbein wechselten und sich lockerten, dabei verunsichert aber interessiert nach links und rechts schauten. „Auch Dein erstes Mal?“ fragte mich eine Frau neben mir. „Ja“ entgegnete ich und mir wurde bewusst, dass ich in einer Menge von Leuten stand, die genau die selbe Vorbereitungs-/Leidenszeit hinter sich hatten, um genau hier und heute etwas großartiges zu erleben: ihren ersten Marathon. In der Ungewissheit, ob es klappen wird, ob sie sich das Rennen richtig einteilen, ob die Energie reichen wird, ob es sehr anstrengend werden wird, ob man sich sehr quälen wird oder ob die Beine bis zum Schluss leicht und locker bleiben und ob sie ihre Zielzeit erreichen können werden oder auch nur einfach ohne Unterbrechung durchlaufen können.

Uns alle verband etwas miteinander – ein gemeinsames Ziel – das lag so spürbar in der Luft und deshalb schauten sich auch alle an. Dies bewegte mich zu tiefst. Dieser Moment. Auf den ich so lange hingearbeitet hatte. Für den ich so viele Kilometer lief und teilweise bis in die Nächte hinein trainiert hatte. Für den ich viele Kilo verlor und auch manchmal das Familienleben etwas strapazierte. Ich wurde so emotional, dass mir beinahe die Tränen kamen. Ich konnte mir das gar nicht erklären. Aber es waren Emotionen und Tränen des Glücks! Und dann noch den Schulterklaps des Mannes neben mir zu bekommen war ein sehr gutes Gefühl.

 

Jetzt konnte es losgehen

 

Ich war plötzlich so hochmotiviert und hellwach! Ich wollte unbedingt loslaufen – und da kam auch schon der Startschuss. Es dauerte in Karlsruhe schon 1-2 Minuten, bis sich meine Startzone in Gang setzen konnte. Es kam mir unfassbar langsam vor und es fühlte sich an wie in einem Sog, in dem ich von ganz alleine vorangetrieben wurde ohne jegliche Anstrengung. Die ersten Kilometer vergingen wie ein Film. Ich spürte überhaupt gar keine Anstrengung. Es lief einfach wie von selbst. Ich hatte Angst sehr sehr langsam zu sein, aber ich lag bei 5.30 Min/Kilometer. Schneller sollte ich keinesfalls angehen! Und ich merkte dennoch, dass ich mich etwas löste vom 3:59h Ballon. Mein Ziel war gar nicht unter 4 Std. zu laufen – das war eigentlich utopisch – ich wollte einfach nur solide durchlaufen.

 

„Noch einen Kilometer weiter“

 

Alles verlief sehr solide bis km21. Da merkte ich erstmals etwas eine spürbare, belastende Anstrengung aufkommen. Bei km27 merkte ich, dass ich besser daran täte, das Tempo ein wenig zu reduzieren, damit mir die Energie hintenraus nicht ausgeht. Und so ließ ich etwas nach und dennoch wurde es immer anstrengender. Bei km30 holte mich der 3:59h Ballon ein und ich beschloss mich an diese Gruppe dranzuhängen. Im selben Moment sagten die, sie würden jetzt mal ein wenig beschleunigen, damit sie etwas Puffer rauslaufen. Das war ein Schlag für mich, denn zulegen war gerade nicht drin bei mir. Ich ließ sie ziehen. Bei km37 wurde es sehr hart – ich musste daran denken zu gehen, um mich etwas zu erholen, aber das wollte ich eigentlich keinesfalls. Aber so nutzte ich die wenigen Meter entlang des Getränkestandes um im Gehen besser trinken zu können. Ich trank so viel wie möglich, aß etwas Banane um schnell wieder Energie zu bekommen und setze wieder zum Laufen an. Die Bewegungsabläufe wurden jetzt plötzlich wieder etwas flüssiger und ich lief einfach nur wie in Trance. Ich sagte mir von Kilometer zu Kilometer „noch einen Kilometer weiter, nur noch einen“. So vergingen Kilometer 38 und 39.

 

Endspurt – nur noch 3km

 

Dann war eine Schallmauer durchbrochen. Das Ziel war doch zum Greifen nah. Was waren denn noch 3km. 3.000 Meter. Ein Furz gemessen an dem, was schon hinter mir lag. Auf gar keinen Fall werde ich jetzt zum Gehen übergehen. Im Gegenteil, ich konzentrierte mich auf meine Lauftechnik. Auf meine Körperspannung, auf meine Stabilität und wollte sogar nochmal schneller werden, damit ich diese letzten 3km so schnell wie möglich hinter mich brachte. Ich schöpfte irgendwoher neue Energie. Ich hatte das Stadion in Sichtweite und steuerte darauf zu. Ich wusste ich würde mein Ziel erreichen und den Marathon durchgelaufen sein.
Die letzten Meter ins Ziel waren jedoch sehr emotionslos. Es überkam mich keine besondere Freude. Ich glaube es lag daran, dass ich sehr kaputt war. Ich war einfach nur froh im ersten Moment im Ziel angekommen zu sein. Mit der Medaille um den Hals wollte ich einfach nur noch trinken. Am liebsten eine Cola. Die Freude kam erst später auf, als ich realisierte, was ich im Stande war zu leisten. Mit 4 Std. und 4 Minuten blieb ich knapp über der 4 Stundenmarke. Aber das ärgerte mich in keiner Weise. Es war an diesem Tag nicht mehr drin. Vielleicht wenn ich besser geschlafen hätte. Aber das war egal, denn ich erreichte mein Ziel! Das machte mich unheimlich stolz.

 

Die Phase nach dem Marathon

 

Erst in den kommenden Tagen merkte ich, dass ich 3 Zehennägel ganz schön in Mitleidenschaft gezogen hatte durch die Feuchtigkeit im Schuh durchweichten meine Zehen wohl sehr und mein Nagelbett wurde dadurch beschädigt.
Ich konnte viele Tage nach dem Marathon nicht joggen gehen und laborierte ein paar Wochen an den Folgen. Dadurch kam ich völlig aus dem Trott und aus dem regelmäßigen Lauftraining. Immer mal wieder setzte ich mit neuem Lauftraining an aber nach dem Marathon war die Luft raus und ich begann mich auf meinem Polster auszuruhen. Ich nahm schnell wieder zu. Im Winter habe ich gerne und viel gegessen, Bier und Wein getrunken und es mir gut gehen lassen.
Mein Fokus schwenkte wieder mehr auf meine Onlineagentur, ich hatte viel Stress im Job und war sehr ruhebedürftig. Ich vergaß, wie wichtig der Sport für mich doch ist und wie er mir hilft, den Stress zu kompensieren, mich ausgleicht und mich vitalisiert.

 

Und so vergingen die Jahre 2016 und 2017 in denen ich wieder auf 90kg zunahm. Am Tag des Marathons wog ich 82 kg. Kurz nach Weihnachten 2017 wurde mir klar, dass ich ein neues Projekt brauche als Herausforderung, um mich wieder in Shape zu bringen und wieder zum Laufen. Es war das Laufen, das mir so half und meine Lebensqualität verbesserte.
Und schon damals in 2015 wollte ich ja eigentlich den Frankfurt Marathon laufen. Nur hätte ich dann über 1 Monat meinen Leistungsstand hochhalten müssen, wovor ich zu großen Respekt hatte. Also lief ich Karlsruhe, einfach nur, weil es zeitlich der optimale Termin war im Hinblick auf meinen Trainingsplan.

 

Raus aus der Komfortzone

 

Nun sollte es aber endlich Frankfurt werden. Ich meldete mich am 30.12.2017 kurzentschlossen an. Genau wie damals. Und begann es sogleich jedem zu erzählen. Ich wollte mich selber verpflichten. Ich wollte, dass jeder weiß, was ich vorhabe und mich auch immer schön fragt, wie das Training läuft. Ich erzählte jedem, warum ich das mache. Was es mir bringt. Wozu es mich diszipliniert und wie es meine Lebensqualität verbessert. Das Projekt Frankfurt Marathon 2018 holt mich aus der Komfortzone!
Wir werden zu bequem. Wir bewegen uns zu wenig. Wir sind nicht selbstbeherrscht und diszipliniert. Wir geben der Trägheit unseres Geistes und Körpers zu schnell nach. Wir haben zu wenig Selbstkontrolle. Wir brauchen mehr Energie, weil wir dann alles bewusster wahrnehmen, intensiver (er)leben. Unseren Körper neu entdecken und fühlen, schmecken, riechen. Mit jedem Training durchfährt unseren Körper neue Lebensenergie. Es werden Körperzonen spürbar, die wir vorher nicht gespürt haben. Wir verändern unsere Einstellung, werden bestimmter, selbstbewusster zielorientierter, mutiger. Wir glauben an uns selber und entdecken neue Horizonte. Das Bewusstsein erweitert sich und die Gedanken und Ideen sprudeln. Wir werden so viel leistungsfähiger und resistent gegen Belastungssituationen und Stress! Dieser Sport ist für das tägliche Leben eine so wichtige und hilfreiche Grundlage, die uns die täglichen Herausforderungen des Alltags so viel einfacher meistern lässt. Jeder sollte Laufen. Jeder kann Laufen. Er muss nur anfangen zu laufen und weiter laufen und seinen Geist öffnen für all das Schöne und Gute, was uns das Laufen eröffnet.
Inspirieren, motivieren, andere mitreißen.

Ich werde nicht müde, dies immer wieder meinem Umfeld zu predigen. Meinen Freunden, meiner Familie, meinen Kollegen, ich möchte die Menschen dazu inspirieren, zu laufen. Nicht um des Laufens willen. Sondern weil ich das Glück und die Freude, die mir das Laufen vermittelt auch Ihnen wünsche. Wenn man ein guter Mensch ist, dann schenkt man seinen Mitmenschen das, was man selber gern mag. Dann teilt man mit seinen Mitmenschen. Ich teile gerne meine FREUDE AM LAUFEN!
Und deshalb fühle ich mich dazu berufen, den Geist des Frankfurt Marathons in die Welt hinauszutragen und jedem zuzurufen: Mach damit – melde Dich an und betrete neues Terrain! Erlebe ein neues Körpergefühl! Und entdecke Dein neues/erweitertes ICH.

 

Voller Stolz darf ich mich in 2018 zu den Skylinerunner-Team in Frankfurt zählen und trainiere mit Spaß auf meinen 2. Marathon hin. Am 28.10.2018 wird es soweit sein. ICH FREU MICH!

 

 

  • ÜBER DIE AUTORIN

    Christina Dörr

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