Der Dauerstarter, der niemals aufgibt!

Ein Bericht von Peter Schmit

Mein Name ist Peter Schmit, Jahrgang 1950 und ich bin ein Dauerstarter beim Mainova Frankfurt Marathon. Ich wohne in Rüsselsheim, bin verheiratet und habe zwei Söhne und zwei Enkelkinder. Gearbeitet habe ich bis zum Eintritt in die Rente als Paketzusteller bei der Firma DHL.

 

Der Weg zum Dauerstarter

 

Begonnen hat meine Leidenschaft fürs Laufen schon in frühster Jugend, allerdings nur sporadisch nach Lust und Laune. Damals hätte ich nicht gedacht, dass ich irgendwann als Dauerstarter beim Frankfurt Marathon Mitglied des Frankfurter Marathonclubs werde. Etwas intensiver wurden meine Ambitionen dann Mitte der 70er Jahre. Meinen ersten Volkslauf bestritt ich in Flörsheim am Main 1978. Von da an nahm ich öfters an Laufwerbewerben teil. Beim Silvesterlauf in Frankfurt 1980 fiel mir die Ausschreibung vom ersten Frankfurter Marathonlauf, damals noch Höchst-Marathon, in die Hände. Für mich war klar: da musst du teilnehmen. Also steigerte ich mein Training und begann meine Trainingsläufe auszudehnen. Als Ratgeber für die 42km lange Distanz stieß ich auf das Buch „Marathontraining“ von Manfred Steffny. Er war nun ohne es zu wissen mein Trainer.

 

Der erste Marathon, der erste Schritt zum Dauerstarter

 

Am 17. Mai 1981 war es dann so weit. Mein erster Marathon! Ich war sehr aufgeregt und im Kopf spielte sich so viel ab. Schaffst du das? Na klar! Nur nicht zu schnell angehen. Finde ich das richtige Tempo? Als der Startschuss fiel und die Startmelodie des Höchst-Marathons erklang überkam mich ein wahnsinniges Glücksgefühl und Gänsehaut lief mir den Rücken herunter. Als ich später über die Bolongarostraße dem Ziel entgegenlief, war es auch wieder da. Vielleicht sogar noch stärker als beim Start. Tränen der Freude liefen mir übers Gesicht. Ich hatte es geschafft.

 

„Marathonlaufen ist meine Sucht“

 

Nun wurde Marathonlaufen für mich zur Sucht, einer gesunden Sucht. Eins, zwei bis drei Marathons im Jahr, die seltene Ausnahme waren mal vier. Aber immer musste einer davon in Frankfurt sein. Und dann kam das Jahr 1986. Die Organisatoren, unter der Federführung des OSC Höchst, warfen das Handtuch. Marathonlaufen durch Frankfurt stand vor den Aus. Glücklicher Weise sprang die Stadt Frankfurt ein, übernahm die Organisation und nach einem Pausenjahr starteten ab 1987 die Marathonläufe in der Frankfurter City.

Sportlich habe ich mich im Sommer 1981 dem LC Rüsselsheim angeschlossen. Ab 1982 schloss sich die Leichtathleten-Abteilung des LC’s der LG Rüsselsheim an.

 

„Mein Läufermotto ist: Nicht aufgeben.“

 

Meine läuferische Bandbreite ging von 800m bis zu Ultraläufen. Mein Läufermotto ist: Nicht aufgeben. Wenn es mal nicht wie gewünscht läuft, dann wird wenigstens trainingsmäßig weiter gelaufen. Ich habe rückblickend alle meine Marathonläufe gefinisht, die einzige Ausnahme war im Jahr 2009. Zwei Tage von dem Frankfurt-Marathon bekam ich beim Abschlusstraining, einem lockeren 5km Lauf, plötzlich Knieschmerzen. Nichts ging mehr. Meine Therapeutin Rosi, die mir schon so oft geholfen hat, versuchte mich am Samstag mit allen Kniffen noch fit zu bekommen. Leider erfolglos. So fuhr ich trotzdem nach Frankfurt um wenigstens zu starten. Nach zirka 200 m beendete ich planmäßig und traurig das Rennen.

Nach diesem Aussetzer blieb ich aber dem Frankfurter Marathon treu und bin bis heute immer am Start gewesen. Bei den bisherigen 36 Auflagen konnte ich 35-mal finishen.

 

Das sportliche Ziel steht jedes Jahr fest

 

Mein sportliches Ziel 2018 ist natürlich, wie soll es anders sein, der Mainova Frankfurt Marathon. Meine Position als Dauerstarter lasse ich mir so shcnell nicht nehmen.

Was mich in Frankfurt beeindruckt, ist die gute Organisation (bei der Größe von über 10.000 Teilnehmern beachtlich), die kurzen Wege und für mich persönlich die kurze An- und Abfahrt.

Ich weiß was es heißt Veranstaltungen zu organisieren. Im Kleinen organisieren wir, der LC Rüsselsheim, seit 37 Jahren die Lindensee-Laufserie. Übrigens findet die Auftakt-Veranstaltung (10km) immer 14 Tage vor Frankfurt statt.

Neben meinem Laufen leiste ich noch Vorstandsarbeit und versuche als Übungsleiter, drei Mal wöchentlich, unsere Langstreckler/innen für die langen Strecken zu begeistern.

Was ich mir wünsche: Bis ins hohe Alter laufen zu können und dabei die Natur zu genießen.

Bis zum 28. Oktober 2018

  • ÜBER DIE AUTORIN

    Christina Dörr

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